Dobeckan® FT 2002/120 EK

Dobeckan® FT 2002/120 EK ist ein einkomponentiges, einfach zu verarbeitendes Träufelharz hoher Reaktivität und daraus resultierenden kurzen Härtungszeiten.
Beschreibung

Dobeckan® FT 2002/120 EK

Als Grundharz wird ein ungesättigtes Polyesterimid eingesetzt, das sich durch sehr gute Dauerwärmebeständigkeit im gehärteten Zustand auszeichnet. Grundharze sind vielfach fest oder sehr hochviskos und werden deshalb in einem Reaktivverdünner gelöst. Hier wird Styrol als Reaktivverdünner ver- wendet, welches aufgrund seiner reaktiven Doppelbindung mit in den entstehenden Formstoff einreagiert. Die Polymerisation wird durch Zufuhr von Wärme begonnen und läuft als schnelle Kettenreaktion ab, bis ein dreidimensional vernetzter, duroplastischer Formstoff entstanden ist. Das Produkt entspricht den Richtlinien 2011/65/EU, 2003/11/EG und 2006/121/EG. Die Rohstoffe des Produktes sind nach der Richtlinie 1907/2006/EG (REAcH) vorregistriert. Das Pro- dukt enthält rezeptmäßig keine Stoffe gemäß Art. 57/Anex XIV 1907/2006/EG vom 09.10.2008 (SVHc).


Anwendungsgebiete
Bevorzugte Anwendungen für Dobeckan® FT 2002/120 EK sind:

  • Lichtmaschinen
  • schnelllaufende Universalmotoren für Haus- haltsmaschinen und Handwerkzeuge

Formstoffeigenschaften
Nach der Härtung liegt ein harter Formstoff mit gu- ten mechanischen und dielektrischen Eigenschaften vor. Wicklungen, die mit Dobeckan® FT 2002/120 EK getränkt wurden, zeigen auch bei ho- hen Temperaturen eine gute Verfestigung. Der Formstoff weist eine gute Beständigkeit gegen flüssige chemikalien und deren Dämpfe auf. Aufgrund des hohen Temperaturindexes von 180-220 (nach UL) kann Dobeckan® FT 2002/120 EK für die thermische Klasse 180 nach DIN EN 60085 (früher: H) eingesetzt werden. Unter der File-No. E 73 288 wurde das Produkt bei UL (Underwriters Laboratories, USA) registriert.

Verarbeitungsverfahren
Die Verarbeitung kann auf den üblichen Träufelanlagen oder auch durch Tauchrollieren erfolgen. Nach dem Prinzip der Träufeltränkung werden die zu träufelnden Objekte auf Temperaturen von 80-120 oc vorgewärmt und dann die Harzmasse in dünnem Strahl auf die rotierende, vorgewärmte Wicklung aufgebracht. Die Harzmasse nimmt sofort die Temperatur der Wicklung an, wird erheblich dünnflüssiger und verteilt sich durch die Rotation und die Kapillarkräfte gleichmäßig in der gesamten Wicklung. Auf diese Weise lassen sich kurze Gelier- und Härtungszeiten erzielen und der Zeitaufwand pro Objekt möglichst gering halten. Beim Rollierverfahren mit ebenfalls vorgewärmten Objekten sind die Harzvorlage und der Verbrauch an die relativ kurze Verarbeitungszeit anzupassen. Die am Objekt wirksam werdende niedrige Viskosi- tät der Harzmasse erfordert nur wenige Umdrehun- gen der Objekte für eine sichere Durchtränkung. Da die Harzmasse ein sehr reaktives System darstellt, sollte die Temperatur im Harzbehälter der Anlage 25 oc nicht übersteigen. Vor Beginn längerer Betriebspausen wird die Harzmasse in Tränk- bzw. Vorratsbehälter vorteilhafterweise auf 10-20 oc abgekühlt.


Die Härtung erfolgt mittels Stromwärme und / oder Umluftwärme, bis zum Eintreten der Gelierung in jedem Fall unter Rotation, um Unwuchten durch Harzansammlungen zu vermeiden. Die angegebenen Härtungszeiten beziehen sich auf den Zeitraum nach Erreichen der Objekttemperatur. Während der Lagerung und Verarbeitung ist die Harzmasse vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Zu beachten ist der Inhalt des Sicherheitsdatenblattes für dieses Produkt.