Dobeckan® MF 8005

Dobeckan® MF 8005 ist ein einkomponentiges, monomer- und VOC-freies Tränkharz auf der Basis speziell modifizierter, ungesättigter Polyester.
Beschreibung

Dobeckan® MF 8005

Bei diesem Harzsystem wird vollständig auf den Einsatz üblicher Reaktivverdünner, wie Styrol und Vinyltoluol, verzichtet, woraus sich vielfältige Vorteile hinsichtlich der Lagerfähigkeit, der Prozeßsicherheit und der Tränkqualität ergeben. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, daß durch die Verwendung von Dobeckan ® MF 8005 die Emissionen auf äußerst geringe Werte reduziert werden. Eine aufwendige Abluftbehandlung entfällt somit. Dobeckan® MF 8005 ist als monomer- und VOC- freies Produkt kein Gefahrstoff, dadurch werden der Transport intern/extern erleichtert und ein Ge- fahrstofflager überflüssig. Das Produkt entspricht den Richtlnien 2011/65/EU, 2003/11/EG und 2006/121/EG. Die Rohstoffe des Produktes sind nach der Richtlinie 1907/2006/EG (REACH) vorregistriert. Das Produkt enthält rezeptmäßig keine Stoffe gemäß Art. 57/Anex XIV 1907/2006/EG vom 09.10.2008 (SVHC).


Anwendungsgebiete

Dobeckan® MF 8005 ist für den Einsatz in allen üblichen rotierenden und ruhenden Wicklungen vorgesehen. Durch den Einsatz dieses Harztyps werden

  • kurze Taktzeiten
  • verminderte Abtropfverluste
  • hoher Harzfüllgrad in der Wicklung erreicht.

Formstoffeigenschaften
Der zähharte Formstoff verleiht den getränkten Wicklungen ein gute Verfestigung und gute mecha- nische und dielektrische Eigenschaften. Aufgrund des hohen Temperaturindexes von > 180 (nach UL) kann Dobeckan MF 8005 für die thermische Klasse 180 nach DIN EN 60085 (früher: H) eingesetzt werden. Das Produkt wurde bei UL (Underwriters Laboratories, USA) unter der File no. E 73 288 registriert.

Viskosität I Gelierzeit
Die Viskosität beträgt im Anlieferzustand 1000 ± 150 mPa.s. Ein Verdünner im üblichen Sinne steht nicht zur Verfügung, ist aber bei dieser niedrigen Viskosität auch nicht erforderlich. Die Gelierzeit fällt während der Lagerung und Verarbeitung - in Abhängigkeit von Zeit und Temperatur - nur wenig ab und bleibt während der Verarbeitungszeit sehr stabil.


Verarbeitungsverfahren
Die Verarbeitung kann mit allen im Elektromaschinenbau üblichen Tränkverfahren, bevorzugt durch Träufeln oder Tauchrollieren, aber auch durch Tauchen oder Überfluten erfolgen. Beim Tauchverfahren kann wegen des sehr guten Eindringvermögens der Harzmasse auch ohne eine Vorwärmung der Objekte gearbeitet werden. Nach dem Prinzip der Träufeltränkung werden die zu träufelnden Objekte auf Temperaturen von 80-120 oC vorgewärmt und dann die Harzmasse in dünnem Strahl auf die rotierende, vorgewärmte Wicklung aufgebracht. Die Harzmasse nimmt sofort die Temperatur der Wicklung an, wird erheblich dünnflüssiger und verteilt sich durch die Rotation und die Kapillarkräfte in der gesamten Wicklung. Beim Rollierverfahren empfiehlt sich ebenfalls eine Objektvorwärmung ( 80-110oC ), die am Objekt wirksam werdende niedrige Viskosität erfordert nur wenige Umdrehungen der Objekte für eine sichere Durchtränkung. Die Stabilität der Harzmasse wird durch eine per- manente Umwälzung und Nachfüllen frischen Ma- terials gesichert. Bereits bestehende Anlagen las- sen sich zumeist ohne oder nur geringfügige Ände- rungen hinsichtlich Dosierung und Harzkreislauf Leitungslänge / Durchmesser) mit diesem Harzsy- stem betreiben.


Die Härtung erfolgt durch Stromwärme oder aber im vorgeheizten Ofen, wobei ein schnelles Hochheizen auf Härtungstemperatur die Abtropfverluste vermindert, kurze Taktzeiten ergibt und damit eine höhere Produktivität ermöglicht. Im Einzelfall sind auch niedrigere Härtungstemperaturen als angegeben, verbunden mit längeren Härtungszeiten, anwendbar. Während der Lagerung und Verarbeitung ist die Harzmasse vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Zu beachten ist der Inhalt des Sicherheitsdatenblattes für dieses Produkt.