Elmotherm® F 93 A+B

Überzugslack Elmotherm
Elmotherm® F 93 A+B ist ein 2-komponentiger, lösemittelhaltiger, farbloser Überzugslack auf der Basis eines modifizierten Esterimidharzes, welches bei Raumtemperatur un- ter Polyaddition mit Isocyanatgruppen vernetzt.
Beschreibung

Elmotherm® F 93 A+B

Mit der Verdünnung 217 - einem Lösemittelgemisch - kann der ohnehin bereits sehr dünnflüssige Überzugslack weiter verdünnt werden, allerdings begrenztem Rahmen. Dieses Produkt liegt auch in einer rot-pigmentierten Einstellung vor (siehe Elmotherm F 93 A+B oxidrot ). Die beiden Komponenten dieses Überzugslackes entsprechen den Richtlinien 2011/65/EU, 2003/11/EG und 2006/121/EG, die darin enthaltenen Rohstoffe sind nach der Richtlinie 1907/2006/EG (REACH) vorregistriert. Die Komponenten enthalten zudem rezeptmäßig keine Stoffe gemäß Art. 57/Anex XIV 1907/2006/EG (SVHC).


Anwendungsgebiete
Überzugslack F 93 A+B wird zum Schutz elektrischer Maschinen und Geräte vor Feuchtigkeit sowie der Einwirkung von Flüssigkeiten und deren Dämpfe, u.a. bei

  • Aufzugsmotoren
  • Generatoren
  • Transformatoren
  • diversen Antrieben in der chemischen Industrie eingesetzt.


Formstoffeigenschaften
Der zähharte, sehr homogene und porenfreie Lackfilm zeichnet sich durch eine hervorragende Beständigkeit gegen Feuchtigkeit, schwache Säuren und Laugen sowie Benzine und Hydrauliköle aus, hinzu kommen sehr gute dielektrische Eigenschaften. Überzugslack Elmotherm® F 93 A+B kann für die thermische Klasse 180 nach DIN EN 60085 (früher: H) eingesetzt werden.

Auslaufzeit (Viskosität)
Die Auslaufzeit des Elmotherm® F 93 A+B wird mit dem ISO-Auslaufbecher (4 mm) gemessen, der Lack ist im Anlieferzustand gebrauchsfertig. Nach dem Mischen der beiden Komponenten und einer Vorreaktionszeit liegt die Auslaufzeit bei 30±5 s. Ein Zusatz der zur Verfügung stehenden Verdün- nung 217 ist bei diesem dünnflüssigen Überzugslack nur im Einzelfall sinnvoll.


Verarbeitungsverfahren
Elmotherm® F 93 A+B wird ausschliesslich als Überzugslack verwendet, d.h. nicht als Tränkmittel für Wicklungen. Eine Tränkung muss zuvor mit einem Tränklack bzw. Tränkharz vorgenommen werden. Zur Verarbeitung werden zunächst die beiden Komponenten A und B im Verhältnis 1:1 Gewichtsteile sorgfältig gemischt. Nach einer Vorreaktionszeit von 30 min bei Raumtemperatur ist diese Mischung im Tauch- oder Streichverfahren für max. 6 Stunden verarbeitbar.


Das Spritzverfahren - ohne Verdünnungszusatz - ist ebenfalls möglich, die Schutzwirkung kann aller- dings wegen sogenannter Spritzschatten, also nicht benetzter Flächen, unvollständig sein. Wegen des Anstiegs der Auslaufzeit während der Verarbeitung gilt für das Spritzverfahren eine Anwendbarkeit von max. 2 Stunden nach dem Mischvorgang. Bei Überzugslacken dieser Zusammensetzung verändert sich die Auslaufzeit durch das schnelle Ausdampfen von Lösemittelanteilen bei offenem Liefergebinde oder im Verarbeitungsge- fäss sehr rasch, hinzu kann eine Hautbildung auf der Oberfläche kommen. Ein sorgfältiges, sauberes Verschliessen der Behälter ist deshalb ebenso wichtig wie die häufigere Überprüfung der Auslaufzeit. Ein deutlicher Anstieg der Auslaufzeit weist dabei auf eine vorangeschrittene Reaktion und die Grenze der Verarbeitbarkeit hin.


Bei der Lagerung und Verarbeitung sind die Kom- ponenten vor allem vor Feuchtigkeit, aber auch vor Wärmeeinwirkung zu schützen. Der Inhalt ange- brochener Liefergebinde, deren Grösse dem tatsächlichen Verbrauch angepasst werden sollte, ist rasch zu verarbeiten. Zu beachten ist der Inhalt des Sicherheitsdatenblattes für die Lack-Komponenten und ggf. die Verdünnung.